Aller guten Dinge sind drei im Vörder Land

 

Nach Haaßel und Heinschenwalde steht nun seit 2012 auch in Farven ein neuer Storchenmast mit Nisthilfe.

Zwei alte Freunde, Hans Pape, 82 Jahre jung und Erich Burfeind, 85 Jahre jung hatten am Anfang diesen Jahres die Idee, in Farven auf dem Wochenendgrundstück von Hans Pape einen Storchenpfahl aufzustellen . Eine Dreipfahlkonstruktion aus konischen Alurohren wurde errichtet.

 

Alle hierfür erforderlichen Zeichnungsunterlagen wurden von Dipl.-Ing. Hans Pape erstellt und konstruktionsmäßig von Elektromeister Erich Burfeind ergänzt.

 

Danach begann dann Letztgenannter in und außerhalb seiner Deinstedter Werkstatt mit der Fertigung. In wochenlanger präziser Handarbeit entstanden nacheinander die Korbkonstruktion, die Masthalterungen und das Fundamentgerüst.

 

Alle Stahlteile wurden zweimal grundiert und danach grün lackiert. Die Zwischenräume des Korbes wurden kunstvoll mit Weidenzweigen ausgefüllt und teilweise weiß lackiert.

In der Zwischenzeit, bei einem Treffen auf dem Wochenendgrundstück mit mir, dem Storchenbetreuer des Nabu Bremervörde-Zeven, hatten wir auch einen guten Standplatz gefunden .

Endlich war es dann soweit, der ca. 10 Meter lange Storchenmast wurde mit einem großen Transportfahrzeug durch den Neffen des Hans Pape, Angelus Pape aus Granstedt, angeliefert . Mit dem Frontlader des Schleppers wurde er dann in die dafür vorgesehene Grube gesetzt . Danach wurde er ausgerichtet und die Grube wieder mit Erde verfüllt. 

 

Nach getaner Arbeit gab es für alle Helfer reichlich Kaffee und Kuchen und wir konnten im Trockenen sitzen bei einem starken Gewitter mit viel Regen.

 

Und dann geschah das Unglaubliche. Erich Burfeind kam am darauf folgenden Sonntag aus der gegenüberliegenden Kirche und sah ein Storchenpaar auf dem neuen Storchennest. Das heißt doch, dass dieses Paar noch nach einer Nistgelegenheit gesucht hat . Sie sind auch einige Wochen lang immer wieder zu diesem Nest zurückgekommen. Sind jetzt aber auch wohl mit den anderen Störchen gen Süden geflogen.


Storchennest in Haaßel

Seit dem 24.02.2012 steht nun das neue „Heim“ für Störche auf dem Hof von Uwe Winkelmann zum Bezug bereit. Das Nest, das von Annamaria und Johann Bock sowie Johann Borchers auf einem 11 m hohen Gittermast der Familie Winkelmann ehrenamtlich in vielen Stunden liebevoll erstellt wurde, hat seinen Platz am Rande des Vorranggebietes für Natur und Landschaft in Haaßel gefunden. Über 50 Personen sind dem Aufruf der Bürgerinitiative gegen die geplante Deponie gefolgt und haben dem Aufrichten des Mastes beigewohnt. Alles lief problemlos ab, da Landwirte aus Anderlingen und Haaßel mit ihrem technischen Gerät die Aktion unterstützt haben und der Erdaushub bereits am Morgen durch Hinrich Junge erledigt wurde. Hans-Heinrich Gerken, der Storchenexperte des NABU hatte die Standortauswahl beratend begleitet, hofft wie alle Teilnehmer an dieser Maßnahme, dass möglichst bald ein Storchenpaar das Angebot nutzt.


Es wurde ein Zeichen gesetzt. Die Bevölkerung in Haaßel möchte im Einklang mit der Natur leben. Die Grünländer sollen auch eine Lebensgrundlage für viele Vogelarten bleiben und nicht durch eine 30 Meter hohe Deponie vernichtet werden.


Storchenbetreuer Hans-Heinrich Gerken stellt den Jahresbericht 2012 vor

Jahresbericht der Weißstörche im Vörder Land 

 

Ostendorf bei Frau Fiedler

Neubesetzung mit einem Storchenpaar, das vier Eier im Nest hatte . Ein Altstorch wurde nach einigen Wochen tot auf einer Wiese aufgefunden. Der verbleibende Storch hat dann alle Eier aus des Nest geworfen, weil er keine Brutablösung bekommen hat .

 

Alfstedt bei Fam. Bardenhagen

Besatz im zweiten Jahr mit einem noch nicht geschlechtsreifen Storchenpaar, daher ohne Bruterfolg.

 

Mehedorf bei Fam. Lünsmann

Bruterfolg mit fünf Eiern, aus denen auch fünf Jungstörche schlüpften. Dieses konnte Fam. Lünsmann durch ihre Storchenkamera gut beobachten. Leider ist ein Altstorch nach ca. sechs Wochen gegen eine Überland-Stromleitung geflogen und tot abgestürzt. Vier Jungvögel wurden dann aus dem Nest entnommen und zur Storchenpflegestation nach Berne in die Wesermarsch gebracht. Den einen verbliebenen Jungstorch hat der Altvogel alleine groß gezogen. Dieser Altvogel ist vor einigen Jahren auch in Berne beringt worden . 

 

Hönaulindorf bei Fam. Brandt

Bruterfolg mit fünf Eiern, eines wurde nach kurzer Zeit rausgeworfen. Vier Jungstörche wurden aber groß gezogen und sind auch ausgeflogen. Einer der Altstörche ist in Arnhem in Holland beringt worden. 

 

Bremervörde bei Fam. Kerstner

Besatz im zweiten Jahr mit noch nicht geschlechtsreifen Störchen, ohne Bruterfolg. Ein Storch ist in Arnhem in Holland beringt worden .

 

Bremervörde, Elmerdamm beim Pferdehof

Hier wurde ein Jungstorch groß gezogen. Er ist auch gen Süden geflogen.  Ein Altstorch ist in Stockholm in Schweden beringt worden. 

 

Elm, Marschbrok bei Fam. Wölpern

Zeitweise Besetzung eines Storchennestes durch einen Altstorch.

 

Bevern bei Fam. Borchers

Einige Versuche eines Storches auf einer Nistplattform ein Nest zu bauen, aber leider erfolglos.

 

Selsingen bei Fam. Michaelis

Neubesiedlung durch ein Storchenpaar mit Nestausbau auf dem seit ca. 15 Jahren vorhandenen  Storchenmast . Nach Storchenkämpfen mit anderen angreifenden Störchen ist leider nur ein Altvogel dort geblieben. Einer der Störche war beringt .

 

Farven bei H.Pape gegenüber der Kirche

Neubau und Aufstellung eines Storchenmastes mit fertigem Nistkorb am 7. Juli  2012 . Dann das unglaubliche, die Nestbesetzung nach einer Woche mit einem Storchenpaar, das hier auch einige Wochen blieb . 

 

Fehrenbruch beim Gemeindehaus

Versuche eines Altstorches auf einem einfachen Nestvorbau ein Storchennest zu bauen. 

 

Minstedt bei Fa. Hastedt

Nestbesetzung durch ein Storchenpaar, aber ohne Bruterfolg. Es waren hier zwischenzeitlich auch Nestkämpfe. 

 

Oberochtenhausen bei Fa. Wülpern

Kurze Nestbesetzung durch ein Storchenpaar, die aber nach starken Kämpfen  wieder weggeflogen sind .

 

Granstedt bei Fam. Pape

Bruterfolg eines Storchenpaares mit drei Eiern. Es wurden aber zwei Jungstörche aus dem Nest geworfen. Dieses machen sie bei Futtermangel. Einer ist groß gezogen worden und konnte gen Süden fliegen .

 

 Rockstedt bei Fam. Oetjen

Hier wurden auch drei Eier ins Nest gelegt, aber alle Jungvögel wurden groß gezogen und konnten später ausfliegen .

 

 Badenstedt bei Fam. Meyer

Bruterfolg des Storchenpaares mit drei Eiern und drei kräftigen Jungstörchen, die im August auch nach Afrika fliegen konnten .