Storchenbericht für die Jahre 2018/19

Weißstörche weiter im Aufwind im Altkreis Bremervörde

2019: Drei Jungstörche in Nieder Ochtenhausen, Foto: Hans-Heinrich Gerken
2019: Drei Jungstörche in Nieder Ochtenhausen, Foto: Hans-Heinrich Gerken

Auch im Jahr 2018 und 2019 sind wieder viele Jungstörche groß geworden und gen Süden geflogen.

 

Dank der guten Nahrungsgrundlage fliegen die Altstörche in diesem Jahr später Richtung Südfrankreich, Spanien oder Afrika. Sie finden auf den Weiden und Wiesen immer noch Mäuse.

 

Nach dem guten Storchenjahr 2018 mit 21 besetzten Nestern und 34 ausgeflogenen Jungstörchen, wurde es in diesem Jahr noch besser. Es waren 24 besetzte Nester mit 57 ausgeflogenen Störchen, hiervon waren 5 Paare ohne Bruterfolg. Dies ist das beste Ergebnis in der Storchenzählung im Altkreis -Bremervörde seit 1934 (aus Unterlagen von E. Meybohm aus Langen). Beringen konnten wir in diesem Jahr nur 13 Störche, da wir nur 13 Ringe bekommen haben.

 

In Bremervörde an der Höhne hat Daniel Kohrs im Frühjahr eine Nisthilfe aufgestellt. Er hat das große Glück, dass ein Storchenpaar das Nest sofort in Besitz genommen hat. Das Paar hat mindestens ein Ei gelegt, den Jungstorch aber leider nicht durchbekommen und ihn aus dem Nest geworfen.

 

In Nieder Ochtenhausen bei Familie Müller-Sajak ist im Jahr 2018, nach einigen Jahren ohne Bruterfolg, ein Jungstorch groß geworden und ausgeflogen. Im Jahr 2019 hatten sie endlich Glück, dass drei Storchenküken geschlüpft, groß gefüttert und gen Süden fliegen konnten.

 

In Ostendorf, bei Familie Bardenhagen ist in 2018 auch nur ein Weißstorch groß geworden. In diesem Jahr aber sind es vier Jungstörche geworden.  Weiter haben Heinz Tamke und Werner Hasselmann eine Nisthilfe aufgestellt.  Das Storchennest bei der Familie Fiedler ist leider noch nicht wieder angenommen worden.

 

In Hönau Lindorf bei Familie Brandt sind im Vorjahr drei und in diesem Jahr auch vier Jungstörche ausgeflogen.

 

In Mehedorf, bei Familie Holst sind in 2018 und 2019 je zwei Jungstörche groß geworden. Hier haben die Altstörche sich ihr Storchennest in einer Verzweigung der abgesägten Äste einer Eiche selbst gebaut. Was nur noch sehr selten vorkommt, weil viele Menschen ja Nisthilfen anbieten.  Bei Familie Lünsmann sind in beiden Jahren je drei Jungstörche groß geworden. Weiter hat Heinrich Mahler in diesem Sommer eine Nisthilfe aufgestellt, die auch dann zeitweise fleißig von zwei Altstörchen aufgesucht wurde.

 

In Alfstedt bei Familie Bardenhagen sind im Vorjahr nur einer, in diesem Jahr aber drei Jungstörche ausgeflogen. Schade ist nur, dass bei Familie Henke auf dem Bauernhaus seit 2010 sich kein Storchenpaar wieder einfindet.

 

In Heinschenwalde bei Familie Döscher steht auch seit einigen Jahren eine Nisthilfe, hier ist ein Weißstorch zeitweise, hat aber immer noch nicht die richtige Frau gefunden.

 

In Oerel steht seit diesem Sommer auch eine neue Nisthilfe auf einem Gittermast. Aufgebaut durch die Nachbarn in der Mühlenbruchstraße. Das erste Paar hat auch schon einen Besuch abgestattet.

 

Bei Familie Peimann in Basdahl ist seit dem Frühjahr 2018 ein Storchennest auf der Wiese aufgestellt, das sich einige Störche auch noch angesehen haben. In diesem Jahr ist ein beringtes Paar wiedergekommen, hat Eier gelegt und vier Jungstörche großgefüttert. Bei Jürgen Baltruschat ist in diesen beiden Jahren kein Weißstorchenpaar geblieben.

 

In Barchel beim Feuerwehrhaus, Familie Buck, ist das Storchennest seit zwei Jahren nur zeitweise besucht worden.

 

In Brillit bei Familie Kropp und bei Detlef Wellbrock im Hegebusch kommen die Störche auch nur zu Besuch.

 

In Findorf bei Familie Bloch/Grabau wurde im vorigen Jahr auch eine Nisthilfe aufgestellt, so dass sie das Treiben im Storchennest aus der Küche beobachten können. Ein Storchenpaar hat sich auch gleich das Nest angesehen. Sie kamen in diesem Jahr spät wieder, legten Eier und fütterten zwei Jungstörche groß. Die Nisthilfe an der Kreuzkuhle bei H. Lütjen ist leider noch nicht von den Störchen angenommen worden.

 

Bei Familie Packheiser in Langenhausen wurde im Frühjahr 2018 auch ein Storchennest aufgestellt. In diesem Jahr hat ein Paar sich das Nest weiter ausgebaut, aber noch keinen Nachwuchs bekommen.  

 

In Bremervörde bei Familie Kerstner und Familie Schäffer ist jeweils nur ein Jungstorch flügge geworden.

 

In Elm bei Familie Wilshusen gab es wieder Storchenkämpfe, so dass kein Storchenpaar im Sommer dort geblieben ist. Bei Familie Wölpern sind in 2018 zwei und in diesem Jahr vier Jungstörche ausgeflogen. Einer der Altstörche ist beringt. In Gründorf haben sich die Weißstörche auch schon das neue Nest angesehen.

 

Bei Familie Borchers in Bevern sind im Vorjahr vier und in diesem Jahr drei Jungstörche gen Süden geflogen, alle drei wurden beringt.

 

In Minstedt bei Familie Burfeindt sind im Vorjahr drei und in diesem Jahr zwei Jungstörche ausgeflogen.  Ein dritter Jungstorch hatte verwachse Beine, so dass er aus dem Nest gefallen ist und von einem Fachmann von seinem Leiden erlöst wurde. Alle drei wurden beringt.

 

In Ober Ochtenhausen bei Familie Wohlers sind 2018 zwei und 2019 sogar vier Jungstörche flügge geworden, alle vier wurden beringt.  Zu dem Nest bei Familie Wölpern fliegen die Störche nur zum Ausruhen.

 

In Selsingen/Haaßel, bei Hinrich Grüthusen gibt es seit dem vorigen Jahr ein Storchennest auf dem Hof.  Es wurde sofort von einem Paar angenommen. Das Nest stand vorher einsam auf einer Weide und wurde dann hierher umgestellt. In diesem Jahr gibt es auch einen Bruterfolg mit zwei Jungstörchen.

 

In Selsingen bei Familie Michaelis hat sich immer noch kein Storchenpaar die Nisthilfe zurecht gebaut und ist hier eingezogen.

 

Bei Familie Pape in Granstedt sind im Vorjahr zwei und in diesem Jahr drei Jungstörche ausgeflogen.

 

Bei Familie Oetjen in Rockstedt sind in beiden Jahren je drei Jungstörche großgefüttert worden.

 

Auch in Badenstedt bei Familie Meyer wurden drei Jungstörche groß, hiervon wurden zwei beringt.

 

In Rade hat Familie Blank in ihrer Pferdeweide eine Nisthilfe aufgestellt. In diesem und im Vorjahr war hier zeitweise ein Weißstorchpaar, hat aber leider keine Eier gelegt noch gebrütet.

 

Bei Familie Stelling in Farven gab es 2018 die ersten 2 Jungstörche und in diesem Jahr sogar vier. In die Nisthilfe von Hans Pape, die 2012 aufgestellt wurde, ist leider noch immer kein Weißstorchenpaar eingezogen.

 

In Fehrenbruch hat noch kein Storchenpaar sich des Nestes angenommen. Sie sitzen lieber auf der Sirene des Dorfes.

 

Auch in Plönjeshausen auf dem alten Mühlengebäude der Familie Knabbe gibt es eine Nisthilfe. Zeitweise war hier auch ein Storchenmann, aber die passende Storchenfrau ist noch nicht bei ihm geblieben.

 

In Haaßel, bei Familie Winkelmann wurde von der BI – Selsingen ein großer Mast mit einem geflochtenen Korb aufgestellt, aber bisher noch nicht von den Weißstörchen angenommen.

 

Weitere mir bekannte Nisthilfen stehen noch in Friedrichsdorf, Kustedtermoor, Karlhöfenermoor, Augustendorf, Eitze, Zeven, Radeeistedt, Ostereistedt, Seedorf, Bademühlen, Malstedt, Plönjeshausen, Bremervörde/Fresenburg, Nieder Ochtenhausen, Elm, Hesedorf und Bremervörde/Walkmühlenstraße. Weitere drei sind noch in Arbeit.

 

 

 

Bremervörde  7.9.2019

 

Ihr Storchenbetreuer des NABU Bremervörde-Zeven

 

Hans-Heinrich Gerken