Die heiße Überholspur – Temperaturanstieg verändert unser Leben immer schneller

Vortrag von am 8. Dezember um 19 Uhr im Gnarrenburger Bürgerhaus

Karen Wiltshire. Foto:Esther Horvath
Karen Wiltshire. Foto:Esther Horvath

„Der Ozean ist wie eine Klimaanlage für den Planeten“, so Karen Wiltshire, Vize-Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Meeres- und Polarforschung. Wird das Meer wärmer, hat das enorme Auswirkungen nicht nur auf die Küsten, sondern auch auf das Klima an Land.

 

Auf Einladung des NABU Kreisverbands Bremervörde-Zeven kommt Frau Wiltshire zum zweiten Mal in unsere Region – vor einem Jahr hatte sie in Bremervörde bereits einen bestürzend mitreißenden Vortrag über das Artensterben gehalten.

 

Unter der Überschrift „Die heiße Überholspur – Küsten und Klimawandel“ wird sie dieses Mal über die Folgen der immer extremeren Temperaturen sprechen: zunehmende Stürme und Dürren, Überflutungen und verschobene Regenzeiten, ausgetrocknete Ökosysteme, Waldbrände. „Alles, was wir tun, wird durch den Ozean beeinflusst", so Karen Wiltshire. Denn die Meere nehmen 90% der Wärme des Globus auf und regulieren so das Klimasystem unseres Planeten. Erwärmt sich der Ozean, nimmt er weniger CO2 auf, und mehr Kohlenstoffdioxid bleibt in der Atmosphäre – mit Folgen für alles Leben an Land.

 

In den letzten dreißig Jahren haben sich Nord- und Ostsee bereits um 1,8 Grad erwärmt. Selbst wenn man es heute schaffen sollte, die Kohlendioxidemissionen gänzlich zu stoppen, würde sich die oberflächennahe Lufttemperatur noch über mindestens hundert Jahre erhöhen. Der Meeresspiegel würde sogar noch über mehrere Jahrhunderte weiter ansteigen.

„Diese Verbindung zwischen Land, Meer und der der menschlichen Existenz wird immer problematischer“, so die Meeresforscherin Wiltshire. Sturmfluten, Deichbrüche, Versalzung von Grundwasser, Verlust von Lebensraum und landwirtschaftlicher Fläche – dies sind keine Zutaten eines Science-Fiction-Szenarios, sondern sehr reale Bedrohungen in überschaubarer Zeit.

 

Die Wissenschaftlerin Karen Wiltshire hat sich trotz ihres umfassenden Wissens über das, was bereits jetzt global durch den Klimawandel an Katastrophen passiert, ihren Optimismus bewahrt. „Wir können trotz allem noch etwas tun“ – dieser Satz ist vielleicht denjenigen, die ihren letzten Vortrag gehört haben, in guter Erinnerung geblieben. Und nicht zuletzt ist es ein Genuss, ihr zuzuhören: ihre Vorträge sind spannend, eindringlich, gut verständlich – und das alles sogar mit einer Prise Humor.


Naturschützer im Einsatz für Wollgras und Co.

In einem gemeinsamen Pflegeinsatz der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) und des NABU-Kreisverband Bremervörde-Zeven e. V. wurde dem aufkommenden Jungbirkenwuchs im Naturschutzgebiet Swatte Flag „der Kampf“ angesagt. Die Aktion der Naturschützer dient der Entwicklung und dem Schutz der empfindlichen Moorvegetation.

 

Unter Mitmachen / Pflegemaßnahmen / Naturschutzgebiete finden Sie weitere Informationen.

Nun plant die ÖNSOR gemeinsam mit dem NABU Kreisverband Bremervörde-Zeven schon die nächste größere Maßnahme. Diesmal geht es um die Pflege des Hemelsmoor. Dafür konnte Hannah Kohlhagen auch ein paar Mitarbeiter vom Landkreis gewinnen. Wir würden uns darüber freuen, wenn sich weitere aktive Naturfreunde angesprochen fühlen und diese Aktion aktiv unterstützen.

 

Termin: Freitag 4.11.22, 09:45 Uhr


Treffpunkt: Parkplatz in der Kurve zwischen Hemel und Steinfeld (53°14'53.1"N 9°12'50.6"E, https://goo.gl/maps/XMT4DrFPNnDvbZfw6). Von dort Fahrgemeinschaften zum Zentralbereich des Schutzgebietes.


Mitzubringen: Handschuhe, Gummistiefel und wetterfeste Kleidung.

 

Für Arbeitsmaterial und eine Pausenstärkung ist gesorgt. Damit die Verpflegung geplant werden kann, wäre eine Rückmeldung der Helfer an Hannah Kohlhagen (ÖNSOR) sehr hilfreich: h.kohlhagen@oesoste-region.de


Bildervortrag Masuren

Am Mittwoch, 19. Oktober um 19.00 Uhr im Landgasthof Martin, Selsingen

Masuren, das Land der hügeligen Weiten, der tiefen Wälder und der glasklaren Seen: über dieses einzigartige Naturjuwel spricht Rüdiger Wohlers auf Einladung des NABU Kreisverbands Bremervörde-Zeven am 19. Oktober ab 19 Uhr im Landgasthaus Martin in Selsingen.

 

Masuren ist eine der letzten naturnahen Regionen Europas. Nicht nur die Landschaft ist herausragend, sondern auch die Artenvielfalt: Elch und Wiedehopf, Bienenfresser und Schreiadler, Pirol und Seggenrohrsänger – diese und zahllose weitere Arten sind im Land der 3000 Seen zu Hause. Störche spielen dabei eine ganz besondere Rolle: In den meisten Dörfern brüten sie zu Dutzenden, ein Dorf hat sogar doppelt so viele Störche wie Einwohner.

Rüdiger Wohlers ist durch seine Vorträge einem großen Publikum bekannt. Er führt unter der Leitung des Reiseteams des NABU Niedersachsen immer wieder Reisen nach Masuren durch und zeigt dabei auch das kulturell und geschichtlich reiche Masuren „hinter den Kulissen“. Während seines Vortrags wird er die Ursprünglichkeit Masurens aufleben lassen, auf Wanderungen eingehen, ausgewählte Tierarten vorstellen und in die Geschichte der Region eintauchen.

Als Experte für Reisen abseits des gängigen Tourismus wird Rüdiger Wohlers nicht zuletzt auch über die regelmäßigen NABU-geführten Bustouren sprechen, auf denen er das Land im Nordosten Polens erkundet, darunter den größten polnischen Nationalpark, den Biebrza-Nationalpark mit seinem außergewöhnlichen Reichtum an Pflanzen- und Tierarten.

 

Foto: Axel Roschen


Osteland - verstehen - erleben - schützen

In einem Gemeinschaftsvorhaben der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR), des NABU Kreisverband Bremervörde-Zeven e.V., der AG Osteland e.V. und des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege soll die Arten- und Biotopvielfalt der Osteniederung vorgestellt und erlebbar gemacht werden. Für die Umsetzung des umfangreichen Projektes erhielt die ÖNSOR kürzlich 19.784,00 € von der Deutschen Postcode-Lotterie.

„Die Osteregion mit ihren weiten Grünlandflächen, Magerrasen, Heiden und Wäldern beherbergt zahlreiche, z.T. seltene und gefährdete Tier- und Pflanzenarten“, erläutert Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR. „In Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern führen wir hier seit 2016 verschiedene Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zur Aufwertung von Lebensräumen und zum Schutz bedrohter Arten durch“, so die Landschaftsökologin weiter. Im Rahmen des Projektes soll eine Drohne angeschafft und damit Lebensräume aus der Vogelperspektive aufgenommen sowie in kurzen Filmsequenzen anschaulich dargestellt werden. „Gleichzeitig können dadurch die umgesetzten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen aufgezeigt und z.B. durch „vorher-nachher“-Effekte dokumentiert werden“, beschreibt Tobias Volk, Mitarbeiter des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege, einen Baustein des Projektes.

 

„Begleitend zur Umsetzung von Maßnahmen spielt aber auch das Naturerlebnis und die Umweltbildung eine besondere Rolle, um das Verständnis für den Schutz von Arten und Lebensräumen zu wecken und zu fördern“, ergänzt Walter Lemmermann, Vorsitzender des NABU Bremervörde-Zeven. Dafür ist die Konzeption einer Ausstellung mit besonderen Biotoptypen des „Ostelandes“ vorgesehen. „Es ist geplant die Wanderausstellung u.a. im Kreishaus, in Rathäusern oder Banken der Region der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“, freut sich Claus List, Vorsitzender der AG Osteland, besonders über diesen Projektbaustein, da sich die AG neben vielen anderen Themen, auch für den Naturschutz und die Dokumentation der Vorgänge im Osteland satzungsgemäß einsetzt. Die AG Osteland, als auch der NABU Bremervörde-Zeven beteiligen sich außerdem mit jeweils 2.473,00 € finanziell an dem Projekt und tragen damit zur notwendigen Gesamtfinanzierung des Vorhabens bei.


Durch das Projekt soll das Kennenlernen verschiedener Lebensräume gefördert werden. „Wir möchten die Bevölkerung für das Schutzgebiet „Oste mit Nebenbächen“ sowie die Umsetzung von Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sensibilisieren und begeistern“, sind sich die Projektpartner einig. Die ÖNSOR bedankt sich an dieser Stelle bei der Deutschen Postcode-Lotterie sowie bei ihren Projektpartnern für die Förderung.

 

Foto: "Blick auf die Oste." ÖNSOR/Sarina Pils


Mähen für die Insektenwelt

ÖNSOR, Naturschutzamt, Land Niedersachsen und NABU Bremervörde-Zeven haben ein neues gemeinsames Projekt gestartet:

 

Ende 2021 konnte die Ökologische NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) über einen Fördertopf des Landes Niedersachsen einen speziell für Nassflächen konzipierten Balkenmäher anschaffen. Im Rahmen einer Maschineneinführung kam nun der sogenannte Stachelwalzenbalkenmäher bei Spreckens erstmals zum Einsatz. Ziel des Vorhabens ist insbesondere die Förderung von Insekten in der Osteniederung.

 

„Der Mäher hat aufgrund seiner Spezialbereifung einen ausgesprochen geringen Bodendruck und kann daher auf sehr nassen Flächen eingesetzt werden, wo herkömmliche Maschinen nicht mehr weiterkommen. Dabei mäht er besonders schonend in Bezug auf Insekten, Amphibien, Reptilien und Kleinsäuger“, erklärt Holger Wolter von der Firma Biber, den Teilnehmern der Maschineneinführung.

 

„Brachflächen mit Hochstauden wie beispielsweise Mädesüß, sind wichtige Nahrungshabitate, Nektarspender und Eiablageorte“, erklärt Hannah Kohlhagen, Mitarbeiterin der ÖNSOR, die hohe Bedeutung von Brachen als Lebensraum für Tagfalter und andere Insekten. „Dennoch müssen einige Brachen auch manchmal gemäht werden, um Konkurrenzpflanzen wie Brennnesseln, Kletten-Labkraut, Zaunwinde oder auch aufkommende Gehölze zurückzudrängen und den Blühaspekt zu fördern“, ergänzt Tobias Volk vom Amt für Naturschutz und Landschaftspflege.

 

In dem gemeinsamen Vorhaben der ÖNSOR, dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege, dem Land Niedersachsen und dem NABU Kreisverband Bremervörde-Zeven sollen vorrangig landes- und kreiseigene Nass- und Feuchtflächen gemäht werden. Ziel ist die Förderung und Entwicklung artenreicher Lebensräume, insbesondere für Insekten und weitere Wirbellose. Von dem Projekt profitieren aber auch Wiesenvögel und andere Wildtiere, so die Kooperationspartner.

 

„Gerade das vielfältige Nebeneinander von artenreichen Brachen mit kleinen Gehölzinseln und extensiv genutzten Feuchtgrünlandflächen bringt eine hohe Vielfalt an Arten hervor und trägt wesentlich zum Schutz seltener und gefährdeter Arten bei“, weiß Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR und freut sich zusammen mit ihren Kooperationspartnern über den Einsatz des besonderen Mähers.

 

Foto: Maschinenvorführung durch Holger Wolter (Firma Biber, ganz rechts im Bild). Foto: ÖNSOR, S. Pils


35 Storchenpaare am Brüten oder Füttern

In diesem Jahr sind wieder in unserem Altkreis  Bremervörde in der Zeit von Anfang Februar bis Ende April viele Weißstorchenpaare angekommen. Die letzteren haben sogar neue Horste auf abgesägten Bäumen selbst gebaut. In Fahrendorf bei Fam. Meyer hat ein Paar im vorigen Jahr angefangen, ein Nest zu bauen und in diesem Jahr vollendet. Sie haben sich gepaart und brüten jetzt den Nachwuchs aus. In Elm an der Straße Eddelhoff bei Fam. Gresch hat ein Storchenpaar auch auf einem abgesägten Baum zwischen den neugewachsenen Zweigen mühevoll versucht sich, ein Nest zu bauen. Es wurde aber von einem dritten Storch einige Tage dabei immer wieder gestört. Doch beide haben zusammen gehalten und den Eindringling verjagen können. Sie haben das Nest fertiggebaut und vielleicht auch schon Eier gelegt. Die Kinder haben den Störchen auch schon Namen gegeben, es sind Hans und Hermine.

Den nächsten Neubezug gibt es bei Fam. Riesner  in der Fresenburg, nachdem die Nisthilfe erneuert wurde. Fam. Wrieden/Mahnken in Hesedorf in der Adelheidstraße hat in ihrem Garten im vorigen Jahr auch eine Nisthilfe aufgestellt, die in diesem Jahr angenommen wurde und hat ein brütendes Paar auf dem Nest.

Auch in Langenhausen bei Fam. Rechten, wo in diesem Frühjahr erst die Nisthilfe aufgestellt wurde , hat sich schon ein Paar niedergelassen, es sitzt brütend im Nest. In Heinschenwalde bei Fam. Döscher  und auch in Oerel bei Fam. Fiß ist jetzt auch noch jeweils ein Storchenpaar dabei, sich auf der Nisthilfe häuslich einzurichten . 

Bei einigen älteren Nestern sind in diesem Jahr leider noch keine Paare angekommen oder geblieben. Dies sind in Niederochtenhausen bei Fam. Müller-Sajak, in Bremervörde an der Höhne bei D. Kohrs, in Rockstedt bei Fam. Oetjen, in Barchel bei Fam. Buck, in Haaßel bei Fam. Winkelmann und in Plönjeshausen bei Fa. Eybe. 

 

Aber trotzdem haben wir insgesamt zurzeit 35 Weißstorchenpaare, die auf ihren Nestern sitzen und ihre Storcheneier ausbrüten oder schon junge Küken unter ihre Flügel haben. Im Vorjahr hatten wir 30 brütende Storchenpaare  Die warme trockene Zeit ist natürlich für die Küken gut, aber bei etwas Regen würden die Altstörche mehr Futter finden.

 

Foto: "Hans und Hermine in Elm bei Familie Gresch." / Hans-Heinrich Gerken

 


Amphibienschutzsaison erfolgreich beendet

 

Der NABU Bremervörde-Zeven betreut seit Jahrzehnten ehrenamtlich an vielen Orten der nördlichen Hälfte des Landkreises Rotenburg (Wümme) die Krötenzaune, die mit Beginn der Wanderung der Amphibien die sichere Überquerung von Straßen gewährleisten. Verantwortlich koordiniert werden die vielen Aktionen und Maßnahmen zum Schutz von Amphibien durch das Amt für Naturschutz des Landkreis Rotenburg (Wümme).

 

 

In den letzten Jahren war es durch zusätzliche aktive Naturschützer möglich, weitere Straßen zu sichern. Seit 2020 gibt es einen Krötenzaun in Bremervörde an der Höhne und 2021 wurde ein neuer Zaun in Breddorf aufgestellt. Dort sollen auch Exemplare der seltenen Knoblauchkröte geschützt werden.

 

Aufgrund der Veränderungen des Klimas und des milden Winters begann die Wanderung in diesem Jahr wiederum früher im Vergleich zu den Vorjahren. Bereits ab dem 09.Februar landeten die ersten Kröten in den Sammelbehältern. Aufgrund der längeren Trockenphasen streckte sich allerdings auch der Zeitraum der Wanderung. Der ehrenamtliche Einsatz war damit länger als in früheren Zeiten gefordert. Die Anzahl der geretteten Amphibien hat sich im Vergleich zum Vorjahr 2022 auf leider niedrigem Niveau etwas erhöht.

 

 

Aber der positive Einsatz für den Schutz der Natur vor Ort bringt auch Gefahren für die Aktiven mit sich. In der Morgendämmerung sind die Sammler durch die Verkehrsteilnehmer an den Straßenrändern oft schwer zu erkennen. Dies gilt insbesondere an den vielbefahrenden Straßen.

 

Diese Gefahr wurde nun an der B71 in Höhe des ehemaligen Deinstedter Bahnhofs durch die Straßenmeisterei Bremervörde behoben. Inzwischen wurde auf voller Länge der Sammelstrecke ein fester Krötenzaun mit deutlichem Abstand zur Bundesstraße errichtet. Dies erleichtert nicht nur den jährlichen Auf- und Abbau der der Schutzeinrichtung, sondern schützt auch die Ehrenamtler. Bereits vor einigen Jahren wurde testweise ein Teilbereich installiert. Nach positiver Praxiserprobung wurde nun vor der „Krötensaison 2022“ die restliche Strecke durch die Mitarbeiter der Straßenmeisterei installiert. Der Vorsitzende des NABU Kreisverbandes Bremervörde-Zeven Walter Lemmermann bedankt sich stellvertretend bei Frau Johanna Stelling (Leiterin der Straßenmeisterei Bremervörde) dafür, dass das NABU-Team um Hans-Jürgen und Reiner Müller nun dauerhaft sicherer dem Naturschutzeinsatz an der B71 nachgehen kann.

 

 

Detailinformationen über die Aktivitäten des NABU zum Amphibienschutz und die Ergebnisse der Schutzaktionen kann man unter www.amphibienschutz.de nachlesen.

 

Foto: Neuer Amphibienzaun von der Straßenmeisterei an der B71

 


Renate Warren hält Vortrag über ihren Naturgarten

„Viele Menschen wünschen sich mehr Natur im eigenen Garten“, weiß Renate Warren, „aber sie wünschen sich oft auch einen ersten Anstoß, wie man anfangen soll.“ Nicht selten bestünden die Anfangsschwierigkeiten darin, dass man denkt, man müsse sich erst viel Fachwissen aneignen. Oder dass man Angst vor Unordnung im Garten hat. Oder dass einem einfach die Ideen fehlen.

 

„Nein, übermäßig viel Fachwissen braucht man nicht“, beruhigt Renate Warren, aber es gebe einige wichtige Grundsätze zu beachten: niemals irgendwelches Gift zu benutzen, keinen Dünger zu verwenden, da die meisten hiesigen Gartenpflanzen mageren Boden brauchen, Mut zu wenigstens ein bisschen Unordnung und – als Allerwichtigstes: die Verwendung von heimischen, idealerweise regio-typischen Stauden, Gehölzen und Saatgutmischungen. Der Grund liege darin, dass sich über Tausende von Jahren Insekten und Pflanzen in Abhängigkeit voneinander entwickelt haben. Sie brauchen einander, um zu überleben. Wenn man nicht-heimische, exotische, gefüllte oder unfruchtbare Pflanzen verwende, verurteile man damit eine Vielzahl von Insekten zum Hungertod. „Ein Zitronenfalter setzt sich auch schon mal auf einen nordamerikanischen Sonnenhut, vor allem, wenn es nichts anderes gibt“, so die Naturgärtnerin. „Aber das heißt noch nicht, dass der Sonnenhut wirklich insektenfreundlich ist. Denn für die Raupen des Zitronenfalters ist beispielsweise der Faulbaum und der Gemeine Kreuzdorn notwendig. Wenn es keine Futterpflanze für den Nachwuchs gibt, ist dem Falter auch nicht geholfen.“

 

Auf der Bilderreise durch ihren Garten zeigte Renate Warren, wie aus dem Anfangszustand mit kurzgeschorenem Rasen und Gartencenter-Pflanzen, wo kaum ein Vogel oder Insekt je gelandet sei, im Laufe von drei Jahren eine strukturreiche Landschaft mit Lebensraum für Hunderte von Pflanzen- und Tierarten geworden ist. „Ich habe durchaus stark gestalterisch eingegriffen“, so Renate Warren, „und immer neue kleine Biotope geschaffen: Trockenmauern, Schotterrasen, Wasserflächen, Staudenbeete, Obsthecken, Wildrosenhügel und ein Sumpfbeet.“ Alle diese Biotope seien zwar auch jedes für sich wertvoll, aber erst in ihrer Vernetzung würden sie vielen Tieren ein Refugium, Nahrungsquelle und Platz für die Brut bieten.

 

Die vielen wunderschönen Fotos von bekannten und nicht so bekannten Pflanzen und Tieren, alle mit der eigenen Kamera und oftmals in Großaufnahme aufgenommen, animierten die Zuhörer zu zahlreichen Nachfragen und lebhaften Diskussionen über eigene Gartenerfahrungen.

 

Nach der Bilderreise konnten die Gäste wieder Samentüten mitnehmen, die der NABU Bremervörde-Zeven im Zuge seines Projekts „Der Landkreis blüht auf“ derzeit gratis abgibt. „In jedem Garten findet doch bestimmt ein kleines Beet mit Regio-Saatgut Platz“, so Walter Lemmermann, 1. Vorsitzender des NABU Kreisverbands, „aber jeder kann natürlich eigene Ideen für seinen Naturgarten entwickeln.“

 

„Ich freue mich einfach, dass es so viele Menschen gibt, die sich Gedanken über Artenschutz im eigenen Garten machen“, ist Renate Warren begeistert, „und ich lade gerne Interessenten ein, in einigen Wochen, wenn hier alles blüht, bei mir vorbeizuschauen.“

 

Foto: Im Anschluss an den Vortrag wurde Regio-Saat für den Garten verschenkt. / Graham Warren

 


Vortrag von Prof. Karen Wiltshire hat die Zuhörer begeistert

Auf Einladung des NABU Bremervörde-Zeven hat die aus Irland stammende, jetzt auf Sylt lebende Umweltwissenschaftlerin und Hochschuldozentin Dr. Karen Wiltshire einen Bildervortrag über die Folgen des Klimawandels für die Artenvielfalt der Nordmeere und ihrer Küsten gehalten. Dr. Wiltshire ist stellvertretende Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) in Bremerhaven, Direktorin der AWI-Außenstellen auf Helgoland und Sylt, und sie unterrichtet als Küsten- und Klimaforscherin „Schelfmeerökologie“ an der Universität Kiel.

 

Schon ihr Einstieg ins Thema war extrem spannend: Im Verlauf der Erdgeschichte sind immer wieder Arten ausgestorben, aus den verschiedensten Gründen. Aber noch nie sind in kürzester Zeit so viele Tiere und Pflanzen endgültig vom Erdball verschwunden wie seit der Zeit, da Homo Sapiens mit seinen zerstörerischen Aktivitäten die Geschichte bestimmt. Der Schwund der Arten hat viele Ursachen, die in dieser Reihenfolge auf den Menschen zurückzuführen sind: allen voran der Verlust von Lebensraum, dann die Veränderung der Landnutzung, dann Jagd und Wilderei, dann folgt der Klimawandel, und am Ende der Liste stehen die zahlreichen Umweltgifte sowie invasive Arten. Heutzutage sind eine Million Pflanzen- und Tierarten vom Aussterben bedroht, viele von ihnen innerhalb weniger Jahrzehnte.

 

Bereits während ihres Vortrages kamen zahlreiche Fragen von den Zuschauern: Ist es eigentlich schlimm, wenn einige Arten aussterben? Ist es wirklich erwiesen, dass der Klimawandel menschengemacht ist? Wird unser Planet, und werden wir selber als Menschen unsere Umweltsünden überleben?

 

Prof. Wiltshire hatte auf alle Fragen fundierte, aufrüttelnde Antworten. „Wir müssen noch viel mehr auf die Wissenschaft hören, wenn wir als Menschheit die Zusammenhänge zwischen der Natur, dem Klima und unserem Handeln begreifen und Lösungen finden wollen“, warb Frau Wiltshire eindringlich für eine faktenbasierte Herangehensweise. Nicht zufällig sei bald nach Entstehen von „Fridays for Future“ auch die Bewegung „Scientists for Future“ entstanden.

 

Karen Wiltshire erläuterte, dass durch die überdurchschnittlich steigende Temperatur in der Nordsee schon heute einige Fischarten in kühlere Gewässer in Richtung Arktis fliehen. Für die kleine Küstenfischerei ist das genauso dramatisch wie für komplexe ökologische Kreisläufe innerhalb unserer Meere. Auch nehmen die Algenblüten weiter zu. Gleichzeitig gehen existenzielle Lebensräume an den Küsten verloren.

 

Die zahllosen Windkraftanlagen in der Nordsee mit ihren Stromleitungen an die Küsten seien ebenfalls ein massiver Eingriff in die Ökosysteme unter Wasser, zumal sich die Frage stelle, was es mit der Nordsee mache, wenn diese Anlagen irgendwann alle wieder zurückgebaut werden müssen. Aber Prof. Wiltshire stellte es zumindest als Denkanstoß in den Raum, ob gekappte Turbinen und angelagerte Felsbrocken nicht auch einen neuen Lebensraum für Hummer bieten könnten. Zunehmend seien WissenschaftlerInnen mit der Forschung dazu beschäftigt, wie man die Eingriffe des Menschen in die Meeres-Ökosysteme durch Wiederansiedelung heimischer, aber verschwundener Arten zumindest etwas abmildern kann.

 

Die Zuhörer hatten so viele Fragen, dass Frau Wiltshire sie nicht alle beantworten konnte. Das zeigt deutlich, dass der dramatische Artenschwund durch den Klimawandel viele Menschen sehr bewegt und sie Antworten suchen. Prof. Wiltshire, die ihre Vorträge weltweit hält, verabschiedete sich mit der Zusage, gerne wieder eine Einladung des NABU anzunehmen.

 

Foto: "Prof. Karen Wiltshire referiert über den Artenschwund." - Renate Warren



Naturnahe (Nutz)Gartengestaltung

Fast 50 Gäste waren am 16. März der Einladung ins Landgasthaus Martin in Selsingen gefolgt: Dirk Israel, Mitglied des Vorstands des NABU Bremervörde-Zeven, hat dort anhand vieler eindrücklicher Bilder gezeigt, wie aus einem ehemaligen Schurrasen ein blühendes Stück Natur werden kann.

 

„Auf unserem 945 qm großen Grundstück wurde früher, bevor wir das Haus gekauft haben, jedes Wochenende mit einem Rasenmäher der Rasen gemäht“, erklärte der passionierte Naturgärtner, „da ist dann nichts mehr gewachsen, was Vögeln und Insekten Nahrung und ein Zuhause bietet.“ Er und seine Frau wollten der Natur aber ihren wohlverdienten Platz zurückgeben. Sein Garten sei überwiegend ein Schattengarten, umgeben von hohen Bäumen, weswegen auch nur ganz bestimmte Pflanzengemeinschaften dort wachsen würden.

 

„Anfangs haben auch wir gedacht, wir müssten das viele Moos aus dem Rasen herausharken, und ein oder zwei Jahre lang haben wir das auch gemacht. Das Ergebnis war, dass kaum noch Wiesenschaumkraut gewachsen ist.“ Inzwischen aber sähen sie das Moos als natürlichen Teil der Vegetationsabfolge im Jahr an, und einige Zeit nach dem Winter sei es sowieso verschwunden. Dann kämen die heimischen Frühblüher aus der Erde, wie Krokusse, Schneeglöckchen, Märzenbecher, Schlüsselblumen, Blausternchen oder Hasenglöckchen. „Wir lassen alles einfach wachsen, und auch unsere Nachbarn, denen wir anfangs vielleicht ein wenig komisch vorkamen, finden uns inzwischen ganz nett“, lachte Dirk Israel.

 

Das Wichtigste an einem Naturgarten seien vor allem drei Dinge: heimische Pflanzen, keine Chemie und viel Geduld. Dann stellen sich zahllose Insekten und in der Folge auch Vögel von selber ein. Die Israels haben kaum aktiv Veränderungen vorgenommen in ihrem Garten, und mit den Jahren seien immer mehr Arten wieder aufgetaucht. „Das beweist, dass selbst in einem Garten, in dem jahrzehntelang ständig gemäht wurde, noch Samen von Wildpflanzen im Boden schlummern.“ Für Dirk Israel und seine Frau gibt es im eigenen Garten „Zonen mit Betretungsverbot“, wie er schmunzelnd erzählt, da dort die Pflanzen ungestört heranwachsen können sollen. Nur einmal im Jahr, nämlich im Oktober, mäht er die inzwischen fast vertrockneten Gräser und Stauden mit der Sense ab und entfernt das Mähgut, um nicht zu viele Nährstoffe in den Boden gelangen zu lassen.

 

Die große Leidenschaft von Dirk und Regina Israel ist aber ihr eigener Gemüsegarten. Mehrere Beete, ein großes Hochbeet und diverse Beerenbüsche würden sie fast das ganze Jahr hindurch mit eigenem Gemüse und Obst versorgen. Gedüngt wird nur mit hauseigenem Kompost und Brennnesselbrühe. Die Bilder von knackigem Salat, jungen Kartoffeln oder riesigem Grünkohl ließen flugs Ideen zu Rezepten aufkommen. Die Schädlingsbekämpfung, gerade beim Kohl, übernähmen seine Lieblingsinsekten, so Israel, die Wespen und die Hornissen. „Und wenn unsere Zucchini über Nacht mal wieder zu Schuhgröße herangewachsen sind, bekommt Nachbarin Annette die – sie liebt gerade diese Riesenzucchini!“

 

Eines dürfe ein Naturgärtner nie machen, betonte Dirk Israel mehrfach, und das sei Umgraben. „Wenn wir den Boden umgraben, dann ist das für Regenwürmer und Mikrobewohner so, wie wenn ein Bulldozer durch Ihre Wohnung fahren und Sie plötzlich Ihre Dusche auf dem Dachboden und Ihre Küchenstühle im Keller wiederfinden würden.“ Die Natur sorgt von selbst für die richtige Schichtung und ihre Zusammensetzung – wenn man sie lässt!

 

Ein Naturgarten ist nicht nur ein wunderbares Hobby, er ist eine Möglichkeit für jedermann, dem immer dramatischeren Artenschwund zumindest ein Stück weit entgegenzuwirken.

 

Foto: "Dirk Israel hat seinen (Nutz-)Naturgarten vorgestellt." - Renate Warren

 


Neues Projekt: Der Landkreis blüht auf

 Es gibt viele Gründe, eine Blühwiese in seinem Garten anzulegen. Sie sind sehr wertvolle Biotope, die zahlreichen Kleintieren und Insekten wie Schmetterlingen und Wildbienen geeignete Lebensräume bieten. Davon profitiert wiederum die Vogelwelt, die ein reiches Nahrungsangebot findet. Zu guter Letzt steigert eine Naturinsel im Garten auch die Lebensqualität von uns Menschen. Die Vision des Projektes „Der Landkreis blüht auf“ des NABU Bremervörde-Zeven ist ein Netzwerk von Naturoasen für Tiere und Pflanzen und viele Menschen, die sich für einsetzen.

 

Seit Jahren häufen sich die Anfragen beim NABU, wie ein Garten naturnaher anlegt werden kann und welche Pflanzen die richtigen sind. Es gibt eine Fülle an Saatgut für Blumen, nur sind es leider oft keine Wildblumen, es kommt nicht aus unserer Region oder es enthält Zuchtformen. „Von solchen Pflanzen hat die heimische Tierwelt kaum Nutzen, so kann es sein, dass sie keinen Pollen oder Nektar finden oder der Blühzeitpunkt nicht passt“, erklärt Simone Kasnitz die Hintergründe ihrer Projektidee. „Es liegt mir seit Jahren am Herzen, mehrjähriges regional zertifiziertes Saatgut für Wildblumen für jeden, der es in seinem Garten aussäen möchte, bereit zu stellen – der erweiterte Vorstand des NABU Bremervörde-Zeven griff nun diese Idee auf und hat das Projekt „Der Landkreis blüht auf“ initiiert“, freut sich Simone Kasnitz über die erfolgreiche Unterstützung. Weitere Förderer sind die Zevener Volksbank und der Abitursjahrgang 2020 vom Kivinan in Zeven, bei denen sie sich ausdrücklich bedankt.

 

Der NABU Bremervörde-Zeven verschenkt ab jetzt an jeden, der Interesse hat, zertifizierte Regio-Saat von Rieger-Hofmann für eine Wildblumenwiese für den Garten. Es ist eine sehr artenreiche Blumenmischung mit nieder- bis hochwüchsigen Arten, von denen im Laufe der Jahre sich die für den jeweiligen Standort passenden etablieren werden. „Melden Sie sich bei uns, und wir schenken Ihnen hochwertiges Saatgut für bis zu 20 m²“, ruft Simone Kasnitz zum Mitmachen auf.

 

„Wir haben in der Vorbereitung für dieses Projekt schon zahlreiche Privatpersonen und Institutionen gefunden, bei denen die Menschen sich das Saatgut abholen können,“ ist Simone Kasnitz begeistert. Außerdem wird, um einen Überblick zu bekommen, wie „der Landkreis aufblüht“, eine dynamische Karte auf der Homepage des NABU Bremervörde-Zeven veröffentlicht, auf der mit der Zeit hoffentlich immer mehr „Blumen“ aufblühen werden.

 

Damit sowohl die Verteilung der Saat als auch der Aufbau der Karte funktionieren, braucht der NABU personenbezogene Daten – die natürlich datenschutzkonform behandelt und zu keinem anderen Zweck verwendet werden. Wer das Regio-Saatgut bekommen möchte, schreibt bitte eine Mail mit folgenden Infos: „Name, Postleitzahl, Ortschaft, Anzahl der Quadratmeter“ an info@NABU-Bremervoerde-Zeven.de. 

 

Foto: NABU / Eric Neuling

 


Tatkräftiger Einsatz für bedrohte Moosbeere

In einem gemeinsamen, kürzlich durchgeführten Pflegeeinsatz der Ökologischen NABU-Station Oste-Region (ÖNSOR) und dem NABU Kreisverband Bremervörde-Zeven e.V. ging es jungen Birken und Kiefern „an den Kragen“. Sie beeinträchtigten einen der wertvollsten Moosbeerenbestände des Naturschutzgebietes „Huvenhoopsmoor“. Damit setzten die engagierten Naturschützer die gemeinsam mit dem Amt für Naturschutz und Landschaftspflege durchgeführten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen zum Wohle des Schutzgebietes fort.

 

„Die natürliche Vegetation nährstoffarmer Hochmoore besteht aus einer Reihe von angepassten Pflanzenarten. Dazu gehören zum Beispiel charakteristische Torfmoosarten, aber auch die Gewöhnliche Moosbeere,“ erklärt Hannah Kohlhagen den freiwilligen Helfern am Morgen des 15. Februars. Die Botanikerin ist Mitarbeiterin der ÖNSOR und organisierte zusammen mit ihrer Kollegin, Sarina Pils, den Pflegeeinsatz im Huvenhoopsmoor bei Glinstedt.

 

„Die Moosbeere „häkelt“ sich über die Torfmoosdecken,“ schmunzelt die Botanikerin. „Die Pflanze stellt aber besondere Ansprüche an ihren Standort, so benötigt sie hohe Wasserstände und als Lichtkeimer, offene sonnendurchflutete Bereiche. Der Gehölzaufwuchs beeinträchtigt somit ihren Lebensraum, also müssen wir die jungen Birken und Kiefern entfernen“, motiviert sie die freiwilligen Helfer des NABU Kreisverbandes.

 

„Die Moosbeere steht auf der Roten Liste der gefährdeten Pflanzenarten in Niedersachsen“, ergänzt Sarina Pils, Leiterin der ÖNSOR. Sie ist zudem eine wichtige Nahrungspflanze für einige seltene Moor-Schmetterlinge, wie dem Moor-Bläuling. Umso größer sei die Freude über diesen gut ausgeprägten Bestand auf einer landkreiseigenen Fläche bei Glinstedt. „Es war ein anstrengender Einsatz, der sich aber gelohnt hat“, freuen sich die beiden Landschaftsökologinnen der ÖNSOR und möchten sich zusammen mit den Mitarbeitern des Amtes für Naturschutz und Landschaftspflege, für das Engagement der Helfer bedanken.

 

Foto: "Fruchtende Moosbeere" / Hannah Kohlhagen